Werkzeugkoffer oder Werkzeugkiste?
06.Juli 2011
Seit dem 12.Jahrhundert ist der Begriff Werkzeug als Hilfsmittel zum
mechanischen Bearbeiten von Stoffen und Materialien dokumentiert. Auch
in der heutigen Zeit benötigt jeder Mensch zu irgendeinem Zeitpunkt ein
Werkzeug, um Reparaturen oder ähnliches durchzuführen.
Aus diesem Grund ist das Angebot an Aufbewahrungsbehältern für Werkzeuge
vielfältig in Form und Beschaffenheit. Viele Anbieter nutzen die
Vertriebskanäle, die der Endkunde aufsucht. Für den Heimwerkerbereich
ist das zum Beispiel der Baumarkt oder der Supermarkt, für den
gewerblichen, professionellen Kunden ist es der Großhandel
beziehungsweise der Direktvertrieb durch den Hersteller.
Werkzeugkisten und Werkzeugkoffer sind Aufbewahrungsbehälter, die sich
in Größe, Beschaffenheit und Bestückung unterscheiden. Werkzeugkoffer
sind eher im Heimwerkerbedarf angesiedelt, während die Werkzeugkiste
eine Domäne des Profihandwerkers ist.
Werkzeugkoffer aus dem Baumarkt
sind häufig bereits mit einer Grundausstattung an Werkzeugen für den
Heimwerkerbedarf bestückt und nur grob untergliedert. Kisten hingegen
sind mit Halterungen oder Einsätzen zur Fixierung des Werkzeugs
ausgestattet.
Der Vorteil einer geräumigen Profiwerkzeugkiste ist das Platzangebot und
die vielfältigen Möglichkeiten, Werkzeuge nach Art und Verwendung
sortiert, übersichtlich und leicht zugänglich unterbringen zu können.
Ein weiterer Aspekt ist, dass gutes Werkzeug kaum Verschleiss unterliegt
und einen sehr hohen Anschaffungspreis haben kann. Dann ist es umso
vorteilhafter, es schonend aufzubewahren und die Nutzungsdauer dadurch
zu verlängern.

Beliebt sind Blechwerkzeugkisten, deren Fächer sich mit einem Griff
auseinander ziehen lassen, in denen dann das Werkzeug je nach Grösse und
Art verstaut werden kann. Diese Kisten sind nicht besonders
übersichtlich und tendieren häufig dazu, sich auch mit überflüssigen
Gegenständen zu füllen.
Besser sind hier Werkzeugkisten mit speziellen
Werkzeughalterungen, die neben mehr Übersichtlichkeit auch eine
strukturierte Fixierung des Werkzeuges ermöglichen.
Bei Werkzeugkisten, die transportiert oder gar mit sich geführt werden
müssen, ist ein relativ geringes Eigengewicht ein entscheidendes
Auswahlkriterium. Kisten aus Kunststoff sind leicht aber nicht gegen
Bruch oder Verformung geschützt. Holz- oder Aluminiumkisten sind
ebenfalls leicht, aber aufgrund der Anfertigung und des Materials
vergleichsweise teuer.
Noch besser geeignet für den mobilen Einsatz sind
jedoch Gewebetaschen. Zwar lässt sich in ihren Schlaufen und Taschen
nicht viel Werkzeug unterbringen, dafür punkten sie mit Flexibilität und
Tragekomfort zum Beispiel auf der Leiter oder einem Gerüst.
Für den Handwerker kann eine Werkzeugkiste auch im Beruf bedeutsam
werden. Werkzeugkisten für den Profihandwerker sind in der Regel
wesentlich größer, da sie das gesamte Handwerkzeug aufnehmen müssen.
Bestückt mit Qualitätswerkzeug und -maschinen, kommen dabei nicht selten
größere Koffer oder Werkzeugwagen mit oder ohne Rollen zum Einsatz.
Entscheidend sind auch hier ein übersichtliches und durchdachtes
Unterbringungssystem, sowie eine robuste, wetterfeste Bauweise für den
Baustelleneinsatz.